Schulprogramm Grundschule „Am Rusteberg“
Mit dem vorliegenden Schulprogramm stellen wir unsere Vereinbarungen zur Gestaltung von Unterricht und Schulleben vor. Bei der Erfüllung dieser Aufgaben sind Schulträger, Eltern, Lehrkräfte und Erzieher Partner.
1. Leitbild
„ Mit Kopf, Herz und Hand –lieber gemeinsam – statt einsam !“
1.1. Leitsätze
* Integration Auch Schüler mit Teilleistungsschwächen finden bei uns soweit wie möglich ihren Platz.
* Lernvielfalt – Lernen mit allen Sinnen Wir bieten umfassende Möglichkeiten sich aktiv mit Lerninhalten und aktuellen Themen auseinander zu setzen. Wir sorgen durch ein fundiertes Basiswissen für eine nachhaltige Entwicklung
* Wohlfühlen Unsere offene Ganztagsschule fördert planvolles, schöpferisches und kreatives Arbeiten in entspannter Atmosphäre. Wir leben in einem freundlichen Miteinander und begegnen uns mit gegenseitiger Wertschätzung.
* Persönlichkeitsstärkung Wir nehmen jeden erst, gehen auf seine Gefühle ein und vermitteln gesellschaftliche Werte. 2. Bildungsangebote
2.1. Sprachliche und schriftliche Bildung
Welche Bildungsangebote stehen dem Kind zu?
> Bedürfnisse nach Gespräch, Kommunikation durch Briefe, Notizen nach Texte, darstellendes Spiel > Kinder sollen sich als Autor, Schauspieler, Nachrichtensprecher, Moderator u.ä. bestätigen > Dialoge führen, Schreibkonferenzen, alte und neue Medien nutzen, vor großem und kleinem Publikum vertraute und unbekannte Themen, Muße zum Lesen und Schreiben > Materialsammlungen, Lern- und Erkennungsfortschritte präsentieren > Zeitungen, Poster, Tagebücher übermitteln Erfahrungen
In welchen pädagogischen Settings erfolgen diese Angebote?
> in unterschiedlichen Situationen - im Gespräch mit anderen Kindern oder mit Erwachsenen - in einer großen Gruppe - Lesefitnesstraining - im Gespräch mit unbekannten Personen > im Alltag wiederkehrende Gelegenheiten > im Deutschunterricht (siehe Punkt 3.3. Schulprogramm)
Welche konkreten Angebote sollen gemacht werden?
> Kinder: Lieblingsgeschichten, widerkehrende Formulierungen, Lieblingswörter, Hörbücher, Rollenspiel, hantieren mit Sprache > in der Familie: interessieren sich im Gespräch, Schreib-und Lesepaten, stöbern in Büchern, probieren verschiedene Schreibtechniken, untersuchen historische und moderne Bilderschriften, Zeichen, Symbole, Pikrogramme, Theaterbesuche, gestalten Reime > Kinder können: szenisch Darstellen, Erkundigungen einholen, auf materielle Voraussetzungen z.B. Stifte, Papier usw. zurückgreifen, unterschiedliche Beschriftungen, Namen untersuchen, Autogramme > Kinder nutzen die Bücher der Klassenbibliothek > attraktive Öffnungszeiten der Schulbibliothek ermöglichen das Ausleihen von Büchern
2.2. Motorische und gesundheitliche Bildung
Welche Bildungsangebote stehen dem Kind zu?
> vielfältige Bewegungsmöglichkeiten schaffen > Kontakt und Kooperation mit Sportvereinen > gemeinsame Projekte und AG`s sollen helfen spezifische Bewegungskonzepte kennenzulernen > Audio- und Videomedien zur Verfügung stellen > Kinder über gesunde Ernährung und Bewegungsmöglichkeiten informieren > Präventationsarbeit zu Suchterkrankung > Gewaltpräventation In welchen pädagogischen Settings erfolgen diese Angebote?
> geeignete Bewegungsräume außerhalb und innerhalb des Unterrichtes schaffen > Zeit für vielfältige Bewegungsaktivitäten einräumen > Musikinstrumente und Medien nutzen > Projekte zur „Gesunden Ernährung“ > aktive Einflussnahme auf die Umgebung, um Erkrankungen und Unfälle zu vermeiden (Stressvermeidung) Welche konkreten Angebote sollten gemacht werden? > für jede Klasse eine Spiel- und Bewegungskiste bereitstellen > Ausflüge zu Besuch von Bewegungsveranstaltungen > Nutzung und Bereitstellung vielfältiger Medien Bücher, PC-Software, CD`s, Video,…) zum Thema Körper und Bewegung > Schulveranstaltungen mit Beteiligung örtlicher Sportvereine durchführen > Erkundung verschiedener Gesundheitseinrichtungen (z.B. Zahnarztpraxen, Beratungsstellen, Kureinrichtung, Villa Lampe) > mittel- und langfristige Projekte für den nachhaltigen Schutz der Umwelt > Präsentationen und Diskussionsrunden > Ernährungsführerschein > Sexualerziehung > Brain – Gym für Kinder > Sportnachmittag
2.3. Naturwissenschaftliche und technische Bildung
Welche Bildungsangebote stehen dem Kind zu? > altersgemäße naturwissenschaftliche und technische Sachverhalte beobachten, erkunden und erklären (Luft, Wetter, Magnetismus, Werkstoffe, Wasser, Technik) > durch den Umgang mit Material und Werkzeug, technischen Baukästen und Experimenten selbständig tätig werden und Interessen wecken > Einsatz von entsprechenden Werkzeugen bei der Herstellung von einfachen und komplexen Werkstücken > Entdecken der belebten Natur durch die Pflege von Pflanzen und die Beobachtung von Tieren
In welchen pädagogischen Sittings erfolgen diese Angebote?
> alltägliche, jahreszeitlich geprägte oder besondere Anlässe bieten Gelegenheiten zur Beobachtung und Erforschung > in unterschiedlichen Lern- und Unterrichtsformen untersuchen und experimentieren die Schüler > Arbeitsergebnisse werden dokumentiert und präsentiert > Es stehen dem Schüler unterschiedliche Lernorte zur Verfügung: - Schule und Schulgelände - Schulumgebung (Dorf, Wald, …) - grünes Klassenzimmer (ega) - Naturpark Fürstenhagen - Teilnahme an den Waldjugendspielen Welche konkreten Angebote sollen gemacht werden?
> Erkundung der ländlichen Umgebung > anhand von Schulgarten und Naturlehrpfad können jahreszeitliche Veränderungen beobachtet werden > Auswahl geeigneter Schulprojekte, um naturwissenschaftliche Gesetzmäßigkeiten zu erkunden und in Experimenten nachzustellen > Einsatz unterschiedlicher Baukästen (technische Baukästen, Getriebebaukästen und Elektrobaukästen) zum Nachweis technischer Grundlagen.
2.4. Mathematische Bildung
Welche Bildungsangebote stehen dem Kind zu?
> Möglichkeiten schaffen über verschiedene Lösungswege nachzudenken > Denkprozesse in offenen und systematisch vorbereiteten Lernsituationen in Gang setzen > offene systematische und alltagsorientierte Lernsituationen > Bereiche der Arithmetik, Geometrie und Kombinatorik > außerschulische Lernorte für anwendungsorientierte Mathematik (z.B. Längen, Zeitspannen, Gewichte, Geldwerte, Hohlmaße,…) In welchem pädagogischen Settings erfolgen diese Angebote? > geeignete Situationen schaffen > kommunizieren mit mathematischen Begriffen > zu mathematischen Anlässen sinnvolle Fragen finden > Umgang mit vielfältigen Materialien um Alltagssituationen zu erkunden (z.B. Maßbänder, Waagen,…) > altersgemäße Materialien mit der Möglichkeit zur Selbstkontrolle nutzen > Matheunterricht (Siehe Punkt 3.4. Schulprogramm) Welche konkreten Angebote sollen gemacht werden? > Kinder gehen in Gruppen mathematischen Spielen, Tätigkeiten, Aufgaben, Themen und Projekten nach > Computersoftware unterstützt mathematisches Lernen > Beschreiben und Begründen sinnvoller Rechenwege unter Verwendung passender mathematischer Begriffe
2.5. Primäre musikalische Bildung
Welche Bildungsangebote stehen dem Kind zu?
> Umgang mit Musikinstrumenten > Umsetzung von Musik durch rhythmische Bewegungen > Musik hören > Musik verschiedener Kulturkreise, Epochen und Genres > Umgang mit Audio- und Musikvideo – Medien
In welchen pädagogischen Settings erfolgen diese Angebote?
> Erfinden von Musik mit szenarischer Darstellung > Instrumenten bauen und als Begleitinstrument nutzen > instumentelle Spielkreise ( musikalisches Zusammenspiel erleben) > Pflege eines bestimmten Liederrepertoires > Musik in seiner Vielfalt kennenlernen > Wechselspiel von Musik und Bewegung erfahren (Stimme, Instrument, CD,…) > Besuch von Konzerten > Erlernen vorgegebener Bewegungs- und Tanzelemente
Welche konkreten Angebote sollen gemacht werden?
> Erlernen von Musikinstrumenten > Kooperation mit Musikschulen > Schreibtanz: Malen zur Musik > Lieder und Songs singen (Kanon, mehrstimmige Lieder,…) > Musik – AG > gemeinsames Musik machen in der Gruppe (Unterricht, AG, Hort,…)
2.6. Künstlerisch gestaltende Bildung
Welche Bildungsangebote stehend den Kindern zu?
> jederzeit Material und die Möglichkeit zur künstlerischen Tätigkeit > vielseitige Materialangebote zum Erkunden und daraus folgt probieren verschiedener Techniken > emotionale Gespräche über ihre Bilder, Materialien und Kunstwerke > Platz für langfristige Arbeiten > schulinterne Ausstellung > nutzen vieler Medienangebote
In welchen pädagogischen Settings erfolgen diese Angebote?
> separater Kunstraum mit Lager und Materialfundus > Platz für Einzel- und Gruppenarbeiten > genügend Zeit und Raum ( Bilder unvollendet stehen/ liegen lassen können, um später weiter zu arbeiten)
Welche konkreten Angebote sollten gemacht werden?
> Vielfalt der Alltagsmaterialien (alte und neue Medien) zur Verfügung stellen > Bilder, Kataloge, Zeitschriften, daraus folgt Kennenlernen von Kunstwerken und Künstlern > regelmäßige Bildbesprechungen > Raum und Gelegenheit zur Improvisation > eigene Ausstellungen und Feste > Museums und Ausstellungsbesuche
2.7. Soziokulturelle, moralische und religiöse Bildung
Welche Bildungsangebote stehen dem Kind zu?
> thematisieren von Erlebnissen und Projekten > Alltagsrituale Kennenlernen > Feste im Jahreskreis, Traditionen entwickeln und pflegen > Natur und Umwelt als alltägliche Bewegungsräume begreifen
In welchen pädagogischen Settings erfolgen diese Angebote?
> Kinder entwickeln ein Wir-Gefühl (Sozialkompetenz) > Reflektion von Emotionen (z.B. Eifersucht, Zorn, Empörung…,) > Mitgestalten des Lern- und Erfahrungsraumes Schule > Umgangsformen (Grüßen, Höflichkeit, Tischsitten, Anrede,…,) > verschiedene Gesprächsorte aufsuchen (Wald Wiese, Friedhof, Kirche,…) > partnerschaftliche, gruppenbezogene, projektorientierte Arbeitsformen
Welche konkreten Angebote sollen gemacht werden?
> selbständiges Lernen und Planen durch verschiedene Arbeitsformen > Klassenraumgestaltung, Wandzeitungen, Schul- und Sportfeste > Arbeit in verschiedenen AG`s > schulische und außerschulische Wettbewerbe > Ordnungsschüler > Sozialtraining, Patenschaften > Pflege der Pflanzen und Tiere im Schulgelände > Rollenspiele > Besuch von Medien, Museen, Theater, Wandertage, Exkursionen, Klassenfahrten > Patenkind Namwanje > Partnerschule in Konopiska (Polen) > Kennenlernen von Traditionen (englischsprachiger Raum)
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3. Schwerpunkte des Unterrichtes
Bei der täglichen Unterrichtsgestaltung orientieren wir uns an Richtlinien und Lehrplänen des Landes Thüringen, dem schulinternen Lehrplan, den besonderen schulinternen Voraussetzungen der Kinder, den örtlichen Gegebenheiten sowie unserem Leitbild. Die nachfolgend dargestellten Überlegungen sind das Ergebnis vieler Beratungen der Mitwirkungsgremien der Schule. Sie sind verbindlich für alle an der Schule tätigen Lehrer, Erzieher und weiterer pädagogischer Mitarbeiter.
3.1. Unterrichtsgestaltung
Wir unterrichten nach dem Klassenlehrerprinzip. Die Unterrichtsformen müssen den Anforderungen einer modernen Pädagogik entsprechen. Die Vielfalt der Unterrichts- und Organisationsformen ermöglicht es den Schülern, den Lernstoff auf vielerlei Weise aufzunehmen und mit unterschiedlichen Erfahrungen zu lernen. Anhängig von Unterrichtsinhalten kann der Unterricht stärker lehrer- und schülerorientiert stattfinden. Formen des Offenen Unterrichtes rücken stärker in den Vordergrund. - das Lernen an Stationen, - Tages- und Wochenplanarbeit, - Werkstatt- und Projektunterricht, - Lernstraßen.
Wichtig zur erfolgreichen Umsetzung sind verbindlich abgesprochene Rituale und Kontrollmechanismen. Zu Schwerpunktthemen unterrichten wir in erhöhtem Maße fächerübergreifend. Andere Themen können mit Situationen und Aufgabenstellungen in anderen Fachbereichen ergänzt und erweitert werden.
3.2. Arbeitsformen
Der Einsatz verschiedener sozialer Lernformen bildet einen wichtigen Schwerpunkt zu unserer Unterrichtsarbeit. Neben der Einzelarbeit werden die Kinder zur Partner- und Gruppenarbeit angehalten. Dabei üben sie soziale Verhaltensweisen ein. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen, Hilfen anzubieten, Rücksicht zu nehmen und andere zu akzeptieren. Unterricht kann, wann immer es sinnvoll und möglich ist, auf außerschulische Lernorte verlegt werden. Das naturnahe Gelände, das großräumige Schulgelände bieten vielfältige Möglichkeiten für Erkundungen und Besichtigungen (Schulgarten, Feuchtbiotop, Insektenhotel, Baumlehrpfad,…).
3.3. Deutschunterricht
Im Deutschunterricht erwerben unsere Kinder Sprachhandlungskompetenzen in den Bereichen: - Lesen und Umgang mit Texten und Medien - Schreiben - Erzählen und Zuhören - mündlicher und schriftlicher Sprachgebrauch.
Der Leselernprozess wird durch die sogenannte „Silbenleselernmethode“ in der Schuleingangsphase eingeleitet. Ein wichtiges Anliegen unserer Schule ist die Entwicklung der Lesemotivation. Dazu nutzen wir:
- freie Lesezeiten im Unterricht - Klassenbücherei - Schulbibliothek - Besuch von Bücherstuben in der Kreisstadt - Gestaltung von Lesenächten - Regelmäßiges Lesetraining in allen Jahrgangsstufen - Einsatz von Kinderzeitschriften - Vorleseaktionen in umliegenden Kindergärten und Altenheimen Theateraufführungen der Kinder - Lesewettbewerbe - Lesen von Ganzschriften in allen Schuljahren.
Einen weiteren Arbeitsschwerpunkt des Lernunterrichts besteht in der Förderung des sinnerfassenden Lesens, dem lebenspraktisch eine besondere Bedeutung zukommt. Kindgerechte Internetsuchmaschinen ergänzen hier die Texte aus Büchern, Zeitschriften usw… .
3.4. Mathematikunterricht
Im Fach Mathematik steht die Herausbildung grundlegender Rechenfertigkeiten, ihre Anwendung in Sachverhalten und der Umgang mit Größen im Vordergrund. Dieser Prozess wird durch aktiv- entdeckendes Lernen, soziales Lernen und selbstbestimmt verschiedene Lernwege zu gehen, begleitet. Ausprägen von Kompetenzen in folgenden Bereichen:
Entwicklung von Zahlenvorstellungen bis 1 Million Entwicklung von klaren Größenvorstellungen und rechnen mit verschiedenen Einheiten
Verfügbarkeit von grundlegenden Wissensbeständen im Einsplusein und Einmaleins als Grundlage für sicheres Anwenden des halbschriftlichen und schriftlichen Rechnens und Abwägen zwischen verschiedenen Rechenverfahren Anwenden von rechnerischen Fähigkeiten bei Problemlöseaufgaben und Sachaufgaben Anwenden verschiedener Darstellungsformen Beschreiben und Diskutieren mathematischer Probleme und Lösungen Entwicklung von Raumvorstellungen und Lagebezeichnungen zwischen Objekten on der Ebene und im Raum Betrachten, Beschreiben und Analysieren von geometrischen Grundformen und deren Beziehungen Nutzen unterschiedlicher Tätigkeiten wie Falten, Legen, Schneiden Entwicklung von Kenntnissen über Problemlösemöglichkeiten und Anwenden verschiedener Wege und Methoden Kommunizieren mit passenden alltagssprachlichen und theoretischen Begriffen, Stellen von adäquaten Fragen und selbständiges Erarbeiten von Problemlösungen
3.5. Grundlagen zum selbstverantwortlichen Lernen
Unsere Schüler erwerben Grundlagen zum selbstverantwortlichen Lernen. Diese Methoden und Arbeitstechniken wurden in einem schulinternen Methodenlehrplan festgelegt, der sich am Thüringer Lehrplan orientiert.
Eine umfassende Schulung in Anwendungsprogrammen (z.B. einer Textverarbeitung) oder Kenntnisse in spezieller Informatik ist Aufgabe der weiterführenden Schulen.
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